Bild rechts: Da der Kopf sowohl von den vorderen Muskeln, den Kaumuskeln, als von den Nackenmuskeln gehalten und bewegt wird, ist häufig ein direkter Zusammenhang von Bissfehlstellung und Nackenfehlstellung anzutreffen. Deswegen ist unterstützend zur Schienentherapie die Zusammenarbeit mit Orthopäden und Physiotherapeuten wichtig.
Wirbelsäulenprobleme, hervorgerufen durch eine Fehlbisslage, wird der Orthopäde durch Einrenken, Massagen und Spritzen allein nicht behandeln können, die Beschwerden werden nach kurzer Zeit wiederkehren.
Andersherum kann eine, durch Schienenbehandlung erzielte Bisslageänderung nur stabil bleiben, wenn ursächlich orthopädische Probleme vorher behoben werden, da es durch die entspannte Kaumuskulatur auch zu einer Haltungsänderung des gesamten Bewegungsapparates kommt. Der Physiotherapeut dehnt verkürzte Bänder, Gelenkkapsel und Muskulatur auf und macht Koordinationsübungen, um eine besseres Zusammenspiel aller Muskelgruppen zu erzielen. Nach erfolgreicher Schienentherapie (dies kann im Anfang wöchentliches Einschleifen der Schiene in der Praxis bedeuten!) und Erzielen einer stabilen Bisslage, kann es erforderlich sein, die erreichte Position durch Füllungen, Zahnersatz oder Kieferorthopädie dauerhaft zu stabilisieren.
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